… der Lebendigste

Foto: Andrea Penz

Geidorf hat Kindergärten, Volksschulen, Gymnasien, eine Universität, die Wirtschaftskammer, Heimgärten, SeniorInnenwohnungen, viel Grün, ein Krankenhaus, … aber eines hat Geidorf nicht: einen Friedhof. Geidorf ist also ein Bezirk zum Leben!

Foto: Andrea Penz

Davon ist auch Herr Bezirksvorsteher Wilfling überzeugt, ist er doch selber zu 100 % Geidorfer. Er beschreibt sogar schmunzelnd die mögliche Inschrift auf seinem künftigen Grabstein: “in Geidorf geboren, in Geidorf gelebt und in Geidorf gestorben”. Dieser Grabstein würde dann allerdings NICHT in Geidorf stehen.

Nach seinen Lieblingsplatzerln befragt, werden da gleich mehrere genannt, wobei alle etwas damit zu tun haben, gemütlich zusammen zu sitzen, eventuell sogar bei einem kühlen Getränk, was in heißen Zeiten wie diesen höchst willkommen ist.

Da wäre einmal die Eichkatzl Stubn, die zwar genau genommen nicht mehr auf Geidorf Grund steht, aber immerhin wird dieser “Miniatur-Biergarten” vor dem Paulustor von einem Geidorfer betrieben. Wer in ein echtes, traditionelles Wirtshaus einkehren möchte, dem sei die Geidorf Stubn in der Bergmanngasse ans Herz gelegt. Seit Jahrzehnten kochen da die “Rauscher Mädels” und sind für ihr Beef Tartar berühmt.

Stolz ist der Bezirk auch auf den vor ein paar Jahren umgestalteten Geidorfplatz. Die ursprünglichen Erwartungen an eine Neugestaltung klaffen etwas auseinander, so träumen die einen von einem zusätzlichen Park und die anderen von zusätzlichen Parkplätzen. Aber man schafft einen Kompromiss und das Ergebniss lädt ein, am Geidorfstandl bei Rene und Sabine Klassiker wie Würstl/Hotdogs und Burger oder bei Oskar am Markt mediterranes Flair zu geniessen …. und das alles z.B. vor oder nach einem Film im Geidorfkino, von manchen auch liebvoll Patschenkino genannt.

Wandert man weiter die Heinrichstraße entlang, kommt man an der guten, alten – aber wunderschön neu renovierten – Klöcherperle vorbei und erreicht die Minigolfanlage Milkowski, in der Heinrichstraße 95. Rundherum mögen riesige Wohnanlage aus dem Boden wachsen, die Minigolfanlage der Milkowskis bleibt und erfreut sich gerade wieder wachsender Beliebtheit.

Herr Bezirksvorsteher Wilfling verrät mir, dass einmal jährlich dort der Bezirksrat beim Minigolf-Spielen anzutreffen ist. Natürlich die VertreterInnen ALLER Parteien und in gemischten Teams versteht sich. Es heißt, es werde sogar schon beim Auslosen der Teams geschummelt, weil gewisse dream-teams zusammen sein wollen (z.B. blau-grün). Sport verbindet!

wer kennt sie nicht, die USI-Leiberln …

Und weil wir gerade in der Heinrichstraße sind, bemühe ich gleich noch einen Superlativ für Geidorf: … der mit dem größten StudentInnenfest … angeblich sogar von ganz Europa, sicher aber von Graz. Morgen findet das – berühmt, berüchtigte – USI-Fest sogar schon zum 35. Mal statt. Wobei untrennbar mit dem Fest ist der davor stattfindende Kleeblattlauf verbunden, den man als StudentIn zumindest einmal mitgelaufen sein MUSS. Ich habe soeben dazugelernt, dass der Kleeblattlauf seinen Namen nicht der Tatsache verdankt, dass man ihn als Staffellauf in einem Vierer-Team absolviert, sondern die ursprüngliche Streckenführung (von oben betrachtet) einem Kleeblatt geglichen hat.

 

Ein Ort, der mir von allen(!) Befragten genannt wurde, ist das Margaretenbad, das auch schon viele Jahre mehr ist, als nur ein Schwimmbecken zwischen den Häusern mit Wiese drumherum. Die Grätzelinitiative Margaretenbad, einst aus einer BürgerInneninitiative entstanden, bietet einen vollen Veranstaltungskalender und zahlreiche Aktivitäten vielfältigster Natur: vom “gemeinsam-Tatort-Schauen” bis zu historischen Stadtspaziergängen (der nächste findet bereits am Samstag, dem 29.6., von 10.30 bis 12.00 Uhr statt, Treffpunkt Ecke Geidorfgürtel/Johann Fux-Gasse).

Geidorf Stubn

Geidorfstandl

Oskar am Markt

Klöcherperle

USI-Fest

Grätzelinitiative

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