Straßenkinder: Der Weg auf die Straße

Für die meisten von uns haben Straßen keine große Bedeutung. Die einen bringen uns ins nächste Einkaufszentrum, die anderen in die Arbeit, ab und zu gibt es auch welche, die uns in den Urlaub bringen – doch eins haben sie meist gemeinsam: Für uns sind sie einfach nur Straßen. Allerdings geht es nicht allen Menschen so: Für viele ist die Straße nicht nur eine Verbindung von zwei Adressen, sondern ihr Wohnort. Dies betrifft leider auch die Jüngsten. Ganze 150 Millionen Kinder leben laut Schätzungen weltweit auf der Straße – zieht man in Betracht, dass viele von ihnen nicht einmal eine Geburtsurkunde besitzen, so könnten es noch weitaus mehr sein. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass so viele Kinder auf der Welt auf der Straße zuhause sind?

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Indigene Völker: Die Ogoni

Das Nigerdelta in Nigeria ist Ogoniland. 70.000 Quadratkilometer ehemaliges Paradies – Heimat von 1,5 Millionen Ogoni. Es war eines der größten Mangroven-Ökosysteme der Welt, beherbergte unzählige Arten von Tieren und Pflanzen. Die Menschen lebten vom Fischfang, Sammeln und Jagen. Von der Landwirtschaft. Heute kaum noch vorstellbar. Ein gigantisches Pipelinenetz zieht sich durch das Gebiet. Der Boden ist verseucht, das Wasser vergiftet, die Luft von pechschwarzen Rauchschwaden durchzogen. Ogoniland ist Ölland und macht Nigeria so zum größten Erdölproduzenten des Kontinents. Konzerne wie Eni oder Shell profitieren. Die Regierung auch. Immerhin basieren heute 80 Prozent des Staatshaushaltes auf den Einnahmen der Ölförderung. Vom Ressourcenreichtum ihres Landes profitiert die Bevölkerung jedoch kaum. Rund 70 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt gerade einmal 42 Jahre. Viele leiden unter chronischen. Atemwegserkrankungen. Vor allem Schwangere und Kinder sind betroffen. » Weiterlesen

Indigene Völker: Aboriginal People

Sie waren schon immer da. Spätestens aber seit 32.000 Jahren – das zeigen auch Felsmalereien im heutigen Kakadu Nationalpark. Über eine Landbrücke bei Indonesien besiedelten sie den Kontinent im Süden. Sie waren die Ersten, ein Fakt, der ihnen letztlich auch ihren Namen gab – Aboriginal People, die Ureinwohner Australiens. Dass das Land bereits bewohnt war, ignorierten die britischen Kolonisatoren im 18. Jahrhundert schlichtweg. Ihrer Ansicht nach, war Australien zu diesem Zeitpunkt Terra Nullius, ein Land, das keinem gehörte. » Weiterlesen

Indigene Völker: Die Rarámuri

Seit 2007 gibt es sie also. Die United Nation Declaration on the Rights of Indigenous Peoples – eine Vereinbarung, die den weltweit etwa 6.000 indigenen Völkern mit mindestens 450 Millionen Angehörigen eine bessere Stellung im internationalen Recht gewährleisten soll. Gleichstellung, das Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe an Entscheidungen aller Art sind in der Deklaration fest verankert. » Weiterlesen

Indigene Völker: Rechte, die mit Füßen getreten werden

Sie würden abgeschottet, fernab der Zivilisation leben, sich mit Lianen von Baum zu Baum schwingen, mit Pfeil und Bogen durch die Wälder huschen. Naturverbunden – die Edlen Wilden eben. Zu Kolumbus Zeiten waren die Indigenen Völker zwar als Menschen anerkannt, politische oder gar wirtschaftliche Rechte sprach man ihnen dennoch ab – ein Freibrief für Ungleichbehandlung, Unterdrückung, oder kulturelle, physische Ausrottung. Ein Freibrief, der auch heute noch seine Gültigkeit zu haben scheint. » Weiterlesen