Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen

All die Entwicklungsziele zu erfüllen, die von den UN-Mitgliedsstaaten beschlossen wurden, ist vor allem eines: Teuer. Alleine die USA müssten zum Beispiel fünf bis sieben Milliarden US-Dollar jährlich dafür aufwenden. Damit also dafür gesorgt werden kann, dass jedes der Länder die finanziellen Kapazitäten hat, um Veränderungen bewirken zu können, ist starke Zusammenarbeit notwendig. 2017 etwa wurden insgesamt 147,2$ Milliarden an Unterstützungszahlungen getätigt, die an die bedürftigen Länder gingen. Ziel 17, das Partnerschaften zwischen den Ländern vorsieht, dreht sich allerdings nicht nur um finanzielle Angelegenheiten.

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Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Vor allem die Gewalt wird in Ziel 16 zum Thema gemacht, die niemals inaktuell zu werden scheint – 49 Länder schützen Frauen zum Beispiel nicht durch Gesetze vor häuslicher Gewalt. Dass hier so einige Veränderungen notwendig sind, ist klar – für diese soll Ziel 16 jetzt sorgen.

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Ziel 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Letzte Woche ging es um das Leben im Wasser, heute geht es um das Gegenstück dazu: Das Leben an Land. Das Festland ist nämlich nicht nur der Lebensraum für den Menschen und einen großen Teil der Tierwelt, es spielt auch eine große Rolle beim Stoppen des Klimawandels. Ganze 33 Prozent der CO2-Emissionen könnten durch naturbasierte Lösungen reduziert werden. Vor allem Wälder spielen hierbei eine Schlüsselrolle – diese sind aber nicht nur äußerst wichtig für die Verbesserung der Luftqualität. Insgesamt sind 80 Prozent der Spezies an Land im Wald zuhause – ein Grund mehr, sich darum zu kümmern, die Wälder zu erhalten und wieder aufzuforsten! Aus diesem Grund gibt es auch Ziel 15 der SDGs, das einen nachhaltigeren Umgang mit dem Festland und dessen Ressourcen vorsieht.

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Ziel 14: . Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

Wir Menschen fühlen uns oft gerne so, als sei unsere Welt an Land die einzige – und vergessen dabei, dass drei Viertel der Erdoberfläche aus Ozeanen bestehen. 200.000 Tierarten, die uns bereits bekannt sind, leben dort im Wasser – es wird aber vermutet, dass die eigentliche Zahl bei bis zu einer Millionen liegt. Die Meere sind allerdings nicht nur ein Lebensraum für die unterschiedlichsten Spezies, sie bremsen auch den Klimawandel ein: 30 Prozent des Kohlenstoffdioxids, das Menschen produzieren, wird vom Ozean verschluckt. Aber nicht nur für den Abbau unserer CO2-Produktion müssen die Meere herhalten: Große Teile davon, insgesamt 40 Prozent, sind von starker Verschmutzung betroffen und leiden unter dem Einfluss des Menschen. Logisch also, dass es auch am Menschen liegt, jetzt endlich Maßnahmen zu ergreifen, um dies zu verhindern – und zwar im Rahmen von Ziel 14!

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Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Der Klimawandel – ein Thema, das (zurecht!) dank der #FridaysForFuture-Bewegung nun endlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. Dafür wird es aber auch höchste Zeit: 2017 war die Menschheit bereits dafür verantwortlich, dass die globalen Temperaturen um 1°C angestiegen sind. Nicht nur das, auch der Meeresspiegel ist beträchtlich höher geworden, und zwar um ganze 20cm seit dem Jahr 1880. Damit sich der Zustand der Erde nicht weiter verschlimmert und der Temperaturanstieg unter 1,5°C bleibt, wären aber drastische Klimamaßnahmen nötig – die momentan aber nirgends so wirklich ergriffen werden. Die CO2-Emissionen müssten nämlich bis 2030 um fast die Hälfte reduziert werden und bis 2050 überhaupt eliminiert werden, damit dies möglich ist. Was in Anbetracht der Tatsache, dass viele Politiker gerne über die Ausmaße des Klimawandels hinwegsehen, eher unrealistisch scheint. Um diesen den nötigen Anstoß zum Handeln zu geben, existiert daher Ziel 13 der SDGs – „Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen“.

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Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Nun kommen wir zu einem der Themen, an die man bei Nachhaltigkeit als Erstes denkt: Konsum und Produktion. Dass in den entwickelten Länder inzwischen eine Konsumgesellschaft herrscht, die der Umwelt nicht unbedingt gut tut, ist schon lange keine Neuigkeit mehr. Sei es nun Kleidung, seien es Schuhe oder doch der Zwang, ständig das neueste technologische Gerät auf dem Markt zu besitzen – dass die Erde nicht die Ressourcen besitzt, um diesen ewigen Massenkonsum aufrechtzuerhalten, ist inzwischen allgemein bekannt. Auch die Einstellung gegenüber Lebensmitteln und Trinkwasser ist beinahe schon absurd: 1,3 Millionen Tonnen von Essen werden jährlich weggeworfen, während anderswo fast 2 Millionen Menschen hungern müssen. Um die Nutzung des Trinkwassers steht es ebenfalls schlecht – nur 3% des Wassers weltweit sind trinkbar, und trotzdem wird damit umgegangen, als gäbe es endlos viel davon. Dass die SDGs also wohl kaum als nachhaltig bezeichnet werden können, wenn sie sich nicht auch um Produktion und Konsum kümmern, ist klar – und aus diesem Grund wurde Ziel 12 beschlossen.

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Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

55% der Weltbevölkerung lebten im Jahr 2018 in Städten – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Urbanisierung nach wie vor im vollen Gange ist. Das wird sich so schnell auch nicht ändern: Bis 2050 soll die Zahl von 4,2 Milliarden Menschen, die in Städten zuhause sind, auf 6,5 Milliarden steigen. Dadurch, dass so viele Leute in die Zentren ziehen, ist auch die Zahl der Megacitys – Städte mit über 10 Millionen Einwohnern – stark angewachsen: 33 sollten es 2018 werden. Schön und gut, dann leben jetzt eben mehr Menschen in Städten, aber was ist denn genau das Problem dabei und was hat das hier bei den Entwicklungszielen zu suchen? Nun, das lässt sich schnell erklären: Städte nehmen zwar nur 3% der Erdoberfläche in Beschlag, produzieren dafür aber 70% der CO2-Emissionen und konsumieren Unmengen an Energie. Nicht nur das, auch in den Städten selbst gibt es Probleme: Mit den Städten wachsen auch die dazugehörigen Slums, auch Armenviertel genannt, die vor allem für ihre mangelnde Infrastruktur und Versorgung bekannt sind. Grund genug also, um bei den SDGs auch auf dieses Thema Rücksicht zu nehmen.

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Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Gleichheit? Schon wieder? Stimmt, ich habe zwar erst vor kurzem schon über Ziel 5 berichtet, in dem es um Geschlechtergleichheit geht – aber es gibt noch viel mehr Ungleichheiten, als nur die zwischen Männern und Frauen! Man sehe sich zum Beispiel an, welche Hürden Immigranten im Vergleich zu Einheimischen zu überwinden haben, die ungleichen Möglichkeiten von reichen und armen Menschen, wenn es um das Rechtssystem, die Krankenversorgung oder z.B. auch Ausbildungen geht.

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Ziel 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

Sanitärversorgung ist für uns in Österreich eigentlich schon eine Selbstverständlichkeit, die kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken ist. Dass das für 2,3 Milliarden Menschen weltweit allerdings nicht der Fall ist, kommt einem also beinahe unvorstellbar vor. Doch nicht nur Sanitäranlagen sind nicht für jedermann zugänglich, auch das Internet, das mit jedem Tag mehr an Wichtigkeit erlangt, ist noch lange nicht in jedem Haushalt vertreten. Mehr als 4 Milliarden Menschen sind es, die keinen Zugriff auf die Welt im Netz haben, 90 Prozent davon befinden sich in Entwicklungsländern. Für andere ist sogar stabile Elektrizität, die nicht jeden Moment ausfallen kann, ein Luxus. Nicht nur den Menschen selbst schadet der Mangel an Infrastruktur, auch ihre Wirtschaft leidet sehr darunter: In einigen Regionen Afrikas gehen Unternehmen 40 Prozent an Produktivität verloren, weil einige der notwendigen Einrichtungen nur mangelhaft oder gar nicht vorhanden sind. Ganz klar also, dass Infrastruktur ein wichtiger Punkt ist, der in den Entwicklungszielen nicht fehlen darf.

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Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Fünf Prozent der Menschen weltweit waren im Jahr 2018 arbeitslos – eine Zahl, die nicht sonderlich groß klingt, bis man erfährt, dass das ganze 172 Millionen Personen sind. Leider hört es damit aber nicht auf: Prognosen zufolge soll diese Zahl jährlich um etwa eine Millionen mehr Menschen wachsen, die keinen Arbeitsplatz erlangen können. Doch auch diejenigen, die eine feste Anstellung besitzen, haben nicht automatisch rosige Aussichten auf ihre Zukunft: 700 Millionen Arbeiter lebten 2018 in moderater oder extremer Armut mit unter 3,20$ Einkommen pro Tag. Ein Betrag, den viele Menschen hierzulande schon beim Frühstück für einen Café Latte ausgeben, den Bagel dazu nicht miteinberechnet. Eigentlich logisch, dass hier etwas getan werden muss – das haben sich auch die UN-Mitgliedsstaaten gedacht, während sie das 8. der Entwicklungsziele verfasst haben.

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