Sexhandel – die tabuisierte Form der Sklaverei

Obwohl Sexhandel direkt hinter dem Drogenhandel das zweitgrößte illegale Gewerbe ist, das rasch am Wachsen ist, so wird dennoch vergleichsweise selten über ihn berichtet. Sexhandel bezeichnet das Erzwingen von sexuellen Handlungen zum Eintreiben von Gewinn, etwa anhand von Gewaltanwendung, Betrug oder Nötigung. Auch sämtliche Fälle, in denen Minderjährige zu sexuellen Akten gezwungen werden, zählen als Sexhandel. Insgesamt sind weltweit etwa 4,8 Millionen Menschen von Sexhandel betroffen, ganze 21 Prozent davon sind Kinder. Zwar sind durchaus auch Buben und Männer Opfer von Sexhandel, allerdings machen Mädchen und Frauen mit 96 Prozent beinahe die Gesamtheit der Betroffenen aus.

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Gewalt gegen Frauen: Was sind INCELS?

Momentan erstrahlen viele Gebäude hier in Graz in Orange – und zwar, um genau zu sein, vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Grund dafür ist, dass man so ein Zeichen gegen gewalttätige Übergriffe an Frauen setzen will, weswegen anlässlich des Internationalen Tags gegen die Gewalt an Frauen die Lichter eingeschaltet wurden. Leider ist es nach wie vor noch so, dass jede fünfte Frau in Österreich – ganze 20 Prozent aller Frauen – ab ihrem 15. Lebensjahr körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt ist. In unserem modernen Zeitalter ist allerdings nicht nur die häusliche Gewalt ein Problem – auch im Internet kann es zu Gewaltaufrufen gegen Frauen kommen. Eine berühmte Plattform dafür sind etwa Onlineforen, wo man des Öfteren auf sogenannte „Incels“ trifft.

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Kommentieren mit kühlem Kopf

Hass im Netz nimmt zu. Laut einer Forsa-Studie im Auftrag der deutschen Landesmedienanstalt NRW sahen sich im Vorjahr 67 Prozent aller Befragten mit Hasspostings konfrontiert. 78 sind es 2018. Ein Anstieg von elf Prozent. Doch was versteht man eigentlich unter „Hate Speech“? Wer ist davon betroffen? Und was hat das nun mit dem Menschenrecht auf freie Meinung zu tun? Darf ich nicht ohnehin alles sagen, die Dinge beim Namen nennen, meine Position vertreten?

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Das Internet vergisst nicht

Nacktbilder. Babyfotos. Geständnisse. Beschimpfungen. Harte Worte. Auf Facebook, Instagram, Snapchat und Co. tummelt sich so allerhand. Menschen, die von der Toilette aus, in die Kamera sprechen, fragwürdige Dinge vermarkten, andere beleidigen, diskriminieren, Fotos teilen, die nicht ihr Eigen sind. Es gibt Nichts, was es nicht gibt. Und es scheint, als hätte uns das Internet nach und nach impulsiver, leichtfertiger werden lassen. » Weiterlesen

Meinung bilden braucht Zeit

Vieles funktioniert heute auf Knopfdruck. Das Lesen von Online-Artikeln, das Kommentieren, das Verbreiten, Teilen von Informationen. Ein Daumenhoch hier, ein Dislike dort. Unsere Welt – ganz gleich ob analog oder digital – hat Fahrt aufgenommen. Die Dinge werden schneller, optimierter, nichts darf mehr unnötig Zeit kosten. Effizienz steht für Erfolg und der wiederum scheint heute ganz oben auf unserer „Liste“ zu stehen. Noch nie zuvor hatten wir derart wenig Zeit. Für die Arbeit, für Privates, die Familie … Und das, obwohl die Lebenserwartung heute dreimal so hoch ist, wie noch Jahrtausende zuvor. » Weiterlesen