Ehrenmorde

Offizielle Zahlen sind keine bekannt – doch einer Studie zufolge müssen es an die hundert Menschen sein, die in Indien jährlich durch sogenannte „Ehrenmorde“ ihr Leben verlieren. Verliebt sich ein Familienmitglied in jemanden aus der falschen Kaste (einer Gesellschaftsklasse) und heiratet die Person sogar, so wird oft ein Mord als die einzige Lösung gesehen, um die Ehre der Familie wieder reinzuwaschen.

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Säureattacken in Indien: Aufgeben ist keine Option

„Zuerst realisierte ich nicht, was passierte. Meine Haut brannte, Rauch stieg auf und es roch, als würde ein Reifen auf meinem Körper brennen.“

So wie Prashun, die mit 22 von ihrem ehemaligen Verlobten mit Säure attackiert wurde, geht es Menschen in Indien immer wieder. Genauer gesagt fallen pro Jahr etwa 250 bis 300 Personen, von denen ein großer Teil Frauen sind, Säureangriffen zum Opfer.

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Hunger: Landgrabbing gibt es auch bei uns!

Ein Markt im Bundesstaat Haryana in Indien. Ganz hinten – ein abgeschiedener Bereich, davor ein Mann, der ihn bewacht. Unter blauen Plastikplanen verrotten hier 2000 Tonnen Getreide aus den Ernten vergangener Jahre. Verdorbene Lebensmittel als Resultat verkalkulierter Spekulationsgeschäfte. Auf der anderen Seite des Marktes: Kinder, die ihr Essen am Boden zusammenkratzen. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Denn obwohl Indiens Wirtschaft wächst, das Land zu den größten Nahrungsmittelproduzenten der Welt gehört, leiden über 50 Millionen Kinder an Hunger. Dabei zählen Ungleichheit sowie Bürokratie zu den Hauptursachen. Betroffen sind vor allem Menschen in ländlichen Gebieten: Kleinbauern, die gegen große Agrarkonzerne keine Chance haben. » Weiterlesen