Femizid – Und wie sieht es in Österreich aus?

Jede fünfte Frau in Österreich hat Gewalterfahrung – und die Coronakrise hat nicht unbedingt dabei geholfen, diese erschreckende Tatsache zu ändern. Nach dem ersten Lockdown gab es immerhin um 20% mehr Wegweisungen als zuvor, was alles andere als eine geringe Steigerung ist. Selbstverständlich hat das auch seinen Grund: Mehr Zeit denn je gemeinsam auf kleinem Raum zu verbringen, finanzielle Nöte und der Entfall von Möglichkeiten zur Kanalisation von Wut und Aggression tragen schnell dazu bei, dass die Gewalt in ohnehin schon angespannten Beziehungen schneller denn je eskaliert. Und in viel zu vielen Fällen endet die Gewalt gegen eine Frau mit Mord durch Partner oder Expartner, einem Femizid. Deswegen ist es also auch gerade jetzt notwendig, nicht wegzuschauen, sondern viel eher anzupacken und das zu richten, was momentan schief läuft. Wo man dafür anfangen könnte und was dringend erforderlich ist, um Femizide zu verhindern, beantwortet uns die ehemalige unabhängige Frauenbeauftragte und Stv. Vorsitzende des Friedensbüros Barbara Kasper.

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