Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Das ist ja so eine Sache mit den Silvesterraketen: Die einen lieben sie, die anderen sind einfach nur genervt von der späten Knallerei. Abgesehen davon, dass das Silvesterfeuerwerk ja eigentlich verboten ist, gibt es nach wie vor viele Streitigkeiten, was die lichterfrohe Art des Jahreswechsels angeht.

Schön sind sie ja schon, die vielen Feuerwerke, die – trotz Verbot – jedes Jahr in der Silvesternacht über Graz zu sehen sind. Leider sind die farbenfrohen Lichterspiele leider alles andere als umweltfreundlich: Diese verursachen nämlich zu einem großen Teil den Feinstaub, der ohnehin schon immer wieder über die gesetzliche Luftgehaltsgrenze hinausschießt.

Deswegen findet das früher übliche Feuerwerk am Schlossberg auch inzwischen nicht mehr statt, genauso wenig wie das kleinere Feuerwerk am Mursteg. Dieses Jahr gibt es allerdings zum ersten Mal wieder ein offizielles Feuerwerk der Stadt Graz – allerdings kein gewöhnliches: Das heurige Feuerwerk besteht nämlich aus Wasser. Wie das miteinander zusammenhängen soll? Ganz einfach – diesmal gibt es eine Lichtershow, die aus Wasserfontänen und Laserstrahlen am Hauptplatz erzeugt wird. Wer sich das nicht entgehen lassen will, sollte sich auf jeden Fall zu 19 Uhr, 22.30 Uhr oder zu Mitternacht vorm Rathaus einfinden!

Auch vom privaten Feuerwerk zuhause ist abzuraten – pyrotechnische Gegenstände über der Klasse F1 sind nämlich im Ortsgebiet verboten. Anders gesagt, alles, was über Knallerbsen oder Knallbonbons hinausgeht, ist nicht erlaubt.

Private Feuerwerke, wenn auch „Tradition“, werden auch oft von den Nachbarn nicht gern gesehen: Unabhängig davon, ob man nun in einer Wohnsiedlung oder in einem Reihenhaus wohnt, die Nachbarn müssen dem Feuerwerk lauschen, ob sie nun wollen oder nicht. Unangenehm kann das unter anderem für Familien mit Kindern und auch Haustierbesitzer werden, wenn die laute Knallerei erst einmal so richtig beginnt. Da springt einem plötzlich das jüngste Kind furchterfüllt in die Arme, weil es draußen plötzlich so laut ist, während sich der eigentlich tapfere Familienhund vor Schreck unter dem Bett verkriecht. So macht Silvester der gesamten Familie dann gleich sehr viel weniger Spaß, wenn man die ganze Zeit über damit beschäftigt ist, Nachwuchs und Hund zu beruhigen, solange jemand draußen unermüdlich Raketen abschießt.

Ebenso wenig freuen sich genannte Nachbarn auch, wenn sie am nächsten Morgen dann Raketenreste aus ihrem Garten fischen können oder sie den Hund daran hindern müssen, auch noch die dritten Böllerüberbleibsel zu zerkauen.

Da ist es doch eigentlich schlauer, statt Raketen bloß den Sektkorken knallen zu lassen!

Noch ein kleiner Tipp: Bleigießen macht zwar wahnsinnig Spaß und findet nur einmal im Jahr statt – allerdings sind die Dämpfe, die dabei freigesetzt werden, schädlich für die Gesundheit. Deswegen wurde die Silvestertätigkeit auch schon 2018 verboten. Wer allerdings dennoch nicht auf das lustige Gießorakel verzichten will, der kann sich stattdessen am Wachsgießen versuchen. Wie das funktioniert, können Sie hier nachlesen. Zugegeben, an die Bleifiguren kommen die Wachsplatten leider nicht heran – aber der Gesundheit zuliebe kann man auch damit definitiv seinen Spaß haben!

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