Gemeinsam gärtnern für mehr Spaß!

Ich persönlich schaffe es jedes Mal aufs Neue, darauf zu vergessen, meine Pflanzen zu gießen und ärgere mich dann, wenn sie eingehen. Das hat der Gemeinschaftsgarten Schönau schlauer gelöst- und zwar durch Arbeitsteilung und viele motivierte GärtnerInnen.

Schon seit drei, bald vier Jahren gibt es den Gemeinschaftsgarten Schönau, in dem sich HobbygärtnerInnen auf etwa 800 Quadratmetern Fläche austoben können. Die verschiedenen Aufgaben, die bei der Gestaltung anfielen, wurden dabei unter den Beteiligten aufgeteilt, sodass jeder aktiv beim Aufbau mitwirken konnte. Inzwischen gibt es 18 Beete, in denen die unterschiedlichsten Gemüse- und Beerensorten, aber auch Kräuter wachsen.

Auch wenn jeder sein eigenes Beet hat, das er bepflanzen darf – einsam wird man im Gemeinschaftsgarten Schönau garantiert nicht! Dafür gibt es nämlich regelmäßige Gartentage, an denen sich die Gärtner untereinander austauschen können und auch gemeinsam Aufgaben erledigen, die im Garten anfallen.

Einige motivierte GärtnerInnen kümmern sich sogar außerhalb dieser Treffen um zusätzliche Dinge, die es so zu tun gibt: Sie achten darauf, dass die Regentonnen gut befüllt sind, wenn es länger nicht geregnet hat, sie mähen den Rasen oder stopfen den Kompost nach, beziehungsweise schichten diesen um, wenn es notwendig ist. Auch um jene freien Flächen, auf denen Blumen gesät und Sträucher gepflanzt werden, muss man sich kümmern. Eine Zusatzaufgabe vor der sich die Gärtnerinnen nicht scheuen, sondern sie gerne annehmen.

©smz.at

Um diese besonders arbeitsfreudigen GärtnerInnen für ihren Eifer zu belohnen und auch die übrigen Mitgärtner zu etwas mehr gemeinschaftlicher Hilfe anzuspornen, wurde 2018 die “fleißige GärtnerInnen”-Liste eingeführt. In dieser konnte man seine Aktivitäten im Garten eintragen und sich somit eine “Blume” in Form eines Stickers verdienen, die dann hinter den Namen geklebt wurde.

Schließlich gab es dann im Oktober eine Art Siegerehrung, bei der die Personen mit den meisten Blumen als Anerkennung und Wertschätzung für ihr Engagement und ihren großen Beitrag zum Gemeinschaftsgarten jeweils ein kleines Präsent erhielten.

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Weiters wurde auch das schönste Hochbeet des Gemeinschaftsgartens gekürt, wobei sich alle einig waren: den Preis hatte sich auf jeden Fall die gute Seele des Gartens, Elisabeth, verdient, die sich nicht nur hervorragend um ihr eigenes Beet kümmert, sondern auch anderen bei der Bepflanzung und Pflege ihrer Beete tatkräftig beiseite steht. Auch Elisabeth erwartete ein Geschenk, das inzwischen einen Platz inmitten der anderen Pflanzen erhalten hat – lila Astern, die auch im Herbst noch etwas Farbe in den Gemeinschaftsgarten bringen, bevor dann schließlich der Winter ins Land zieht.

Gemeinschaftlich gärtnern im Winter? Warum nicht!

Nun, da die Temperatur langsam auf die Null zuklettert, gibt es auch im Gemeinschaftsgarten Schönau eine Winterpause – doch eigentlich muss das gar nicht sein!

Auch im Winter gibt es eine ganze Menge Aufgaben im Garten, die man gemeinsam erledigen könnte: Pflanzt man zum Beispiel Wintergemüse wie etwa verschiedene Kohl- oder Salatsorten an, so kann man dieses auch während der kalten Jahreszeit noch ernten. Sollte man aber beschließen, dass man das Beet über den Winter lieber ruhen möchte, kann man auch hierfür noch ein paar Vorkehrungen treffen: Mit Laub, Gehölzschnitt und anderen kompostierbaren Abfällen lässt das Hochbeet hervorragend neu aufsetzen und man kann im Frühling mit frischer Komposterde in die Gärtnersaison starten. Auch, wenn man das Beet über den Winter nicht bepflanzt, ist es dennoch ratsam, es winterfest zu machen – und da es alleine ziemlich umständlich ist, Folie über ein ganzes Hochbeet zu spannen, spricht auch hier alles für ein gemeinschaftliches Miteinander.

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