Fasching ist die Zeit der Narren

Bringen Sie doch den Fasching in Ihre Nachbarschaft. Nicht alles ist in dieser Zeit ernst gemeint und ein guter Nachbar lässt ALLE an seinem Spaß teilhaben.

Die fünfte Jahreszeit eignet sich bestens, um die Beziehung zu seinem Nachbarn einmal so richtig auf die Probe zu stellen. Das Gute daran: Man muss dabei gar keinen großen Aufwand betreiben. Ein wenig Lärm und Kreativität reicht.

Bild von F. Muhammad auf Pixabay

So treibt man seinen Nachbarn in den Wahnsinn

Die gute Laune in der Früh weckt sich am besten mit richtig basslastigem Gitarrenrock oder Heavy-Metal-Sound von Metallica oder Rammstein. Wenn Sie noch keinen Turbo-Booster haben, dann brauchen Sie ihn jetzt.

Wer jedoch nur die kleinen Bluetooth-Lautsprecher zu Hause hat, kann seine gute Laune auch billiger versprühen. Bohren, Hämmern, Klopfen – die Bandbreite der Geräusche, die ihre und die nachbarschaftlichen Glücksgefühle wecken, ist hier groß genug. Die eigene Wohnung zur Werkstatt oder Baustelle umzufunktionieren bereitet einem garantiert nicht nur selber Freude, sondern auch dem Nachbarn nebenan. Vielleicht beteiligt er sich ja sogar am fröhlichen Heimwerken.

Sind Hammer und Schraubenzieher zu einsam, kann man den Tag auch mit einer lauten Party ordentlich beginnen. Davon haben dann wieder alle etwas, denn Spiele oder Karaoke bringen die Party nicht nur in die eigenen vier Wände. Wahrscheinlich kommt der Nachbar dann sogar auf ein Getränk hinüber – oder zwei.

Doch auch mit angenehmen Düften lässt sich die nachbarschaftliche Beziehung gestalten. Nichts leichter als die Nachbarn am Geruch des eigenen Glimmstängels teilhaben zu lassen. Hierfür kann man sich mit der Zigarette so platzieren, dass sich der Rauch optimal im Stiegenhaus oder vom Balkon über die geöffneten Fenster und Türen in die Räumlichkeiten der Nachbarn verbreiten kann. Davon hat dann wirklich jeder etwas, versprochen. Wer liebt ihn nicht, den Geruch von alten Schnitzelsemmeln, Pizzaresten und Frittierfett? Der Fasching bietet die ultimative Gelegenheit, zumindest ein paar Tage für angenehmen Duft zu sorgen. Draußen riecht es ja schließlich auch nicht besser.

Und wenn der Nachbar am Balkon frische Luft schnappen will, gibt es noch eine kleine Faschingsüberraschung.  Am besten eine, die ihn so richtig vom Sessel reißt.

Was sich hier anbietet, ist Blumengießen. Das Geräusch von fließendem Wasser, das den Kopf des Nachbarn sanft umspült, versetzt in wohlige Spa-Stimmung. Eine bessere Kopfmassage gibt es nicht – Wellness und Entspannung garantiert. Und wer Lust auf eine Schneeballschlacht hat, kann den Nachbar derzeit auch mit kleinen, weißen Wurfgeschossen beglücken – aber bitte nicht zu fest, schließlich wollen Sie ja niemanden ins Koma versetzen.

Ein ewiges Auf und Ab schmiert nicht nur den Lifts, sondern auch die Neven des Nachbarn.

Hat der Nachbar es eilig, kann man ihm mit einem Entschleunigungsprogramm noch etwas Gutes tun. Schnell beim Aussteigen noch alle Knöpfe drücken, nimmt den Stress aus dem Stiegenhaus. Jeder bekommt die Möglichkeit einzusteigen – ob er will oder nicht.

Fahren die Nachbarn immer mit dem Lift, was bekanntlich der Gesundheit schadet, kann man die wertschätzende Unterstützung auch mit leichten Maßnahmen zum Ausdruck bringen. Eine Schuhschachtel in der Fahrstuhltür genügt, um das ganze Haus zu einem Fitnessprogramm einzuladen.

Jetzt im Fasching bietet es sich ideal an, die Nachbarn lautstark an den eigenen Familiengesprächen teilhaben zu lassen – kann ja sein, dass der Nachbar nebenan auch etwas dazu zu sagen hat. Geschlossene Türen sind ja schlecht für die Kommunikation in der Nachbarschaft.

So einfach ist es, den Fasching in ihr Haus zu bringen.

Und wenn Sie heuer nicht schaffen, alle Ideen umzusetzen, der nächste Fasching kommt bestimmt.

 

 

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