Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Im Jahr 2017 kletterte die Zahl der unterernährten Menschen weltweit auf 821 Millionen, etwa zwei Drittel davon leben derzeit in Asien. Als Folge davon sind momentan etwa 22% aller Kinder auf dem Globus aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt und bleiben Gleichaltrigen gegenüber im Wachstum zurück. Im Kontrast dazu stellt allerdings auch das Übergewicht, das etwa einer von acht Erwachsenen mit sich herumschleppt, ein immer größeres Problem dar. In Ziel 2 der SDGs, ausformuliert „Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“, wird eine Zukunft der besseren Ernährung angepeilt.

So haben sich die UN-Mitgliedsstaaten etwa das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 den Hunger weltweit zu beenden und der gesamten Weltbevölkerung eine ausgewogene Ernährung bieten zu können. Auf diese Weise soll der Fehlernährung – also solche, die zu Unter- oder Übergewicht führt – ein Ende gesetzt werden. Was die Landwirtschaft angeht, wird in Ziel 2 geplant, vor allem kleinere Nahrungsmittelproduzenten oder auch Familienbetriebe intensiver zu unterstützen. Neue Technologien und Investitionen im Bereich der Agrarforschung sollen dabei die Kapazitäten zur Produktion ankurbeln. Natürlich soll dabei auch auf die Nachhaltigkeit geachtet werden: Die gesamte Lebensmittelproduktion soll so ablaufen, dass die Erhaltung der Ökosysteme nicht vernachlässigt wird. Auch auf den Erhalt der genetischen Vielfalt in der Pflanzenwelt und der Tierwelt wird vermehrt geachtet. Nicht zuletzt sieht Ziel 2 auch vor, dass der Handel mit Lebensmitteln geregelter abläuft: Handelsbeschränkungen auf den globalen Märkten werden korrigiert und verhindert, während die extremen Schwankungen der Lebensmittelpreise vermindert und begrenzt werden.

Im Gegensatz zu Ziel 1 der Entwicklungsziele läuft die Umsetzung hierbei nicht ganz so reibungslos ab: Kaum einer der UN-Mitgliedsstaaten hat wirklich große Fortschritte machen können, in einigen machen sich sogar Rückschritte bemerkbar. Nach momentanem Stand von Ziel 2 lassen Prognosen verlauten, dass dieses bis 2030 nicht erreicht werden kann. Dies liegt vor allem daran, dass für das Eliminieren des weltweiten Hungers auch das Erfüllen von anderen Zielen nötig ist. So ist es zum Beispiel schwer, gegen den Hunger vorzugehen, während Teile der Welt noch in großer Armut leben oder durch Kriege verwüstet werden. Notwendig ist, z.B. eine Beschränkung der landwirtschaftlichen Produktion in den Ländern des Nordes. So soll verhindert werden, dass durch Export der Überschüsse die Landwirtschaft und damit auch Lebensgrundlage in ärmeren Ländern zerstört wird.

Um auch weiterhin für eine ausreichende Nahrungsmittelproduktion zu sorgen und diese sogar zu verstärken, muss den kleineren Betrieben, die in diesem Fall eine zentrale Rolle spielen, mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Außerdem ist es wichtig, mehr Wissen im Bereich der Agrikultur anzusammeln, um Böden und Wasser nachhaltiger zu nutzen, aber auch, um resistenter gegen den Klimawandel, Schädlinge und Krankheiten zu werden.

 

Quellen:

http://www.fairstyria.at/cms/dokumente/12414782_28693792/b34175e0/Agenda_2030_UN-Beschluss.pdf

https://www.sdgwatch.at/de/ueber-sdgs/2-kein-hunger/

https://sustainabledevelopment.un.org/content/documents/16673HLPF_2017_Presidents_summary.pdf

http://sdgindex.org/assets/files/2018/01%20SDGS%20G20%20Summary%202018%20WEB%20V6%20110918.pdf

https://www.undp.org/content/undp/en/home/sustainable-development-goals/goal-2-zero-hunger.html

Beitragsbild: ©United Nations [Public domain], gefunden auf Wikimedia Commons

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