Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Der Klimawandel – ein Thema, das (zurecht!) dank der #FridaysForFuture-Bewegung nun endlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. Dafür wird es aber auch höchste Zeit: 2017 war die Menschheit bereits dafür verantwortlich, dass die globalen Temperaturen um 1°C angestiegen sind. Nicht nur das, auch der Meeresspiegel ist beträchtlich höher geworden, und zwar um ganze 20cm seit dem Jahr 1880. Damit sich der Zustand der Erde nicht weiter verschlimmert und der Temperaturanstieg unter 1,5°C bleibt, wären aber drastische Klimamaßnahmen nötig – die momentan aber nirgends so wirklich ergriffen werden. Die CO2-Emissionen müssten nämlich bis 2030 um fast die Hälfte reduziert werden und bis 2050 überhaupt eliminiert werden, damit dies möglich ist. Was in Anbetracht der Tatsache, dass viele Politiker gerne über die Ausmaße des Klimawandels hinwegsehen, eher unrealistisch scheint. Um diesen den nötigen Anstoß zum Handeln zu geben, existiert daher Ziel 13 der SDGs – „Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen“.

Bild von David Mark auf Pixabay

Das klingt ja eigentlich so, als müssten unter Ziel 13 besonders viele Punkte stehen – dies ist allerdings nicht der Fall. Allerdings liegt dies nicht nur daran, dass die UN-Mitgliedsstaaten sich dessen nicht bewusst sind, dass die Zeit für Maßnahmen drängt – die notwendigen Schritte lassen sich bloß sehr schnell zusammenfassen.

Bereits jetzt machen sich erste Auswirkungen des Klimawandels zum Beispiel in Form von Naturkatastrophen bemerkbar, deswegen ist es wichtig, die Widerstandsfähigkeit der Länder zu stärken. Es ist zum Beispiel vor allem in den Regionen, die in wassernahen Gebieten liegen, notwendig, Fluten vorzubeugen, um Katastrophen zu verhindern.

Damit sich diese Risiken durch die Erderwärmung nicht noch weiter verschlimmern, heißt es nun auch, dieser endlich einen Riegel vorzuschieben: Nationale Politiken sollen in Zukunft Klimaschutzmaßnahmen in sämtliche ihrer Planungen miteinbeziehen. Die CO2-Steuer, die momentan oft im Gespräch ist, ist ein Beispiel für eine dieser Strategien, um die Emissionen bis 2030 auf ein erstes Minimum zu bringen.

Bild von Photonbox auf Pixabay

Die am wenigsten entwickelten Länder erhalten dabei Unterstützung, zum Beispiel in Form von finanziellen Mitteln und  Technologien, um ihre Kapazitäten für effektive Klimamaßnahmen zu erweitern. Damit dies möglich ist, müssen alle entwickelten Länder die Verpflichtung erfüllen, bis 2020 zusammen die jährlichen 100 Milliarden Dollar für die Unterstützung der Entwicklungsländer aufzubringen.

Die Wissenschaft soll laut diesem Ziel auf Hochtouren laufen, um mit neuen Technologien den Umstieg auf umweltfreundlichere Alternativen zu ermöglichen, die auch auf lange Dauer realistisch sind. Wie in Ziel 7 berichtet (Link einfügen), wird zum Beispiel versucht, möglichst saubere Stromgewinnung zu erzielen.

Auch, wenn es vor allem die Politik und die großen Unternehmen sind, die sich bei Maßnahmen zum Stopp des Klimawandels angesprochen fühlen sollten – auch die Sensibilisierung der einzelnen Bürger ist wichtig. Deswegen wird auch darauf Wert gelegt, Einzelpersonen in Sachen Nachhaltigkeit aufzuklären und weiterzubilden.

Wie zu erwarten, gibt es bei diesem Ziel noch so einiges an Luft nach oben. Auffallend ist, dass es vor allem die entwickelten Länder sind, deren Umsetzung zu wünschen übrig lässt. Dabei gäbe es gerade jetzt, wo dem Klimawandel so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, eindeutig genug Gründe, um bei Ziel 13 ehrgeiziger vorzugehen.

Ein guter Punkt, um selbst ein wenig nachhaltiger zu leben und damit der Umwelt etwas Gutes zu tun, wäre zum Beispiel das Kochen: Selbst gekochte, regionale Gerichte anstatt Fertiggerichte schmecken nicht nur besser, sondern sparen obendrein noch CO2. Wer sich selbst daran versuchen will, umweltfreundlicher zu kochen, der ist mit dem steirischen Online-Klimakochbuch gut beraten.

Wer neugierig ist, wie nachhaltig er bereits jetzt schon ist, kann hier einen CO2-Rechner besuchen, der einem obendrein noch weitere Tipps gibt, wie man klimafreundlicher leben kann.

Im Großen und Ganzen sieht es bei diesem Ziel also so aus, dass klar ist, was getan werden muss – nur an der Umsetzung scheitert es derzeit noch oder geht nicht schnell genug voran.

 

Quellen:

http://www.fairstyria.at/cms/dokumente/12414782_28693792/b34175e0/Agenda_2030_UN-Beschluss.pdf

https://www.undp.org/content/undp/en/home/sustainable-development-goals/goal-13-climate-action.html

https://www.sdgwatch.at/de/ueber-sdgs/manahmen-zum-klimaschutz/

https://sustainabledevelopment.un.org/content/documents/11803Official-List-of-Proposed-SDG-Indicators.pdf

https://s3.amazonaws.com/sustainabledevelopment.report/2019/2019_sustainable_development_report.pdf

https://unstats.un.org/sdgs/files/report/2019/secretary-general-sdg-report-2019–EN.pdf

http://www.nachhaltigkeit.steiermark.at/cms/ziel/128849111/DE/?fbclid=IwAR1oSXExB-BvjcN71-5gmrOdSyQf4qxqAdyJiYLuo88WgWGPM19jN9MHfJk

http://www.nachhaltigkeit.steiermark.at/cms/ziel/128849111/DE/?fbclid=IwAR1oSXExB-BvjcN71-5gmrOdSyQf4qxqAdyJiYLuo88WgWGPM19jN9MHfJk

https://www.co2-rechner.at/?fbclid=IwAR1IIShuSW4GW66MVVM0cOExw9tN6KQrX8AITn3CKfmSUwsrCjWaKMct274#/start

Beitragsbild: ©.United Nations [Public domain], gefunden auf Wikimedia Commons

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.