Ziel 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Seit 1990 ist die weltweite Armutsrate rapide gefallen – momentan leben laut dem United Nations Development Programme (UNDP) etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung in Armutsverhältnissen, im Vergleich zu den 36 Prozent, die es 1990 noch waren. Dennoch sind dies ganze 1,3 Billionen Menschen, die von verschieden großer Armut betroffen sind, etwa die Hälfte davon ist noch unter 18. In extremer Armut – das bedeutet, 1,25 US-Dollar oder weniger pro Tag zur Verfügung zu haben – leben hingegen 736 Millionen Menschen, in Vergleich gesetzt etwa eine von zehn Personen. Was steht eigentlich genau unter dem Ziel „Armut in allen ihren Formen und überall beenden“? Was planen die UN-Mitgliedsstaaten in den SDG, um die bestehende Armut zu bekämpfen? Und wie weit sind sie damit gekommen?

Laut den Entwicklungszielen planen die UN-Mitglieder, die Armutsrate weiterhin am Fallen zu halten: Bis 2030 soll die extreme Armut überhaupt ganz ausgemerzt sein, wenn es nach ihnen geht. Doch nicht nur die extreme Armut soll ganz von der Erdoberfläche verschwinden, auch den übrigen Stufen der Armut geht es an den Kragen – mindestens jeweils die Hälfte der in Armut lebenden Männer, Frauen und Kinder soll sich zur Deadline der Entwicklungsziele wohlhabend genug sein, um zur Mittelschicht zu zählen. Wie genau aber wollen die Mitgliedsstaaten das durchsetzen?
Hierbei setzen diese auf Sozialsysteme und -maßnahmen, die die Menschen absichern und ihnen infolge dessen auch eine Grundversorgung bieten sollen, auf die sie ein Anrecht haben. Besonders Leute, die extrem vom Klimawandel betroffen sind, werden in den Fokus gerückt: Diese sollen nämlich unter anderem Vorrichtungen, wie zum Beispiel Mauern, gegen Naturkatastrophen erhalten, die sie davor schützen, etwa durch zerstörte Infrastruktur noch weiter in die Armut abzusinken.

Dies ist das Ziel, in dem alle Mitgliedsstaaten im zusammenfassenden Report von 2018 am besten abschneiden – der Großteil von ihnen konnte bereits Fortschritte erzielen, der Rest machte zumindest keine Rückschritte, sondern kann eine unveränderte Situation verzeichnen. Den größten Erfolg konnten dabei Ost- und Südostasien vorweisen, während Afrika südlich der Sahara momentan noch zurückbleibt. Die Sozialsysteme variieren derweil noch sehr stark in Form und effektivem Nutzen, abhängig von den Ländern und Regionen. Durchs Klima entstehende Risiken betreffen nach wie vor alle Länder, die ärmsten von diesen haben die wenigsten Mittel, um diesen entgegenzuwirken. Politische Strategien zur Bekämpfung der Armut konnten die Zahl der Menschen, die sich unter der Armutsgrenze befinden, zwar verringern, konnten allerdings denen, die sich nur kurz darüber befinden, nicht wirklich helfen. Viele der Mitgliedsstaaten können sich dafür auf die Schulter klopfen, was die soziale Inklusion angeht: Menschenwürdige Arbeit mit angemessenen Löhnen und hochwertige Bildung konnten viele erfolgreich fördern.

Quellen:

https://sustainabledevelopment.un.org/content/documents/16673HLPF_2017_Presidents_summary.pdf

http://sdgindex.org/assets/files/2018/01%20SDGS%20G20%20Summary%202018%20WEB%20V6%20110918.pdf

https://www.undp.org/content/undp/en/home/sustainable-development-goals/goal-1-no-poverty.html

https://www.un.org/sustainabledevelopment/poverty/

Beitragsbild: ©United Nations [Public domain], gefunden auf Wikimedia Commons

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