Prävention – Eingreifen, bevor es zu spät ist.

Prävention ist ein Begriff, der jedem schon irgendwann einmal untergekommen ist. Sei es nun in der Medizin, in der sozialen Arbeit oder in der Kriminologie – Prävention taucht in den unterschiedlichsten Domänen in den unterschiedlichsten Formen auf. Aber was genau bedeutet Prävention eigentlich? Welche Arten der Prävention gibt es? Und was kann man sich grundsätzlich unter Prävention vorstellen?

Gleich zu Beginn schon ein wenig Latein: Der Begriff Prävention stammt ursprünglich von dem lateinischen Verb „praevenire“, was so viel wie „zuvorkommen“ oder auch „verhüten“ bedeutet. Das beschreibt das Prinzip der Prävention eigentlich ziemlich treffend – hierbei geht es nämlich um vorbeugendes Handeln, das dafür sorgen soll, dass unerwünschte Entwicklungen (zum Beispiel Fehlverhalten von Jugendlichen) verhindert werden.

Was die Prävention angeht kann man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Ansätzen unterscheiden: Der Generalprävention, welche eine Art allgemeine Vorbeugung ist, und der Spezialprävention, bei der nur ein einziger Mensch im Fokus steht. Abgesehen von dieser Unterteilung gibt es dann noch die drei unterschiedlichen Arten der Vorbeugung in Form der Primärprävention, der Sekundärprävention und der Tertiärprävention. Jede dieser drei Präventionsweisen setzt jeweils in einem anderen Stadium, also einem anderen Zeitpunkt, des unerwünschten Ereignisses an.

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Primärprävention ist dabei, wie der Name bereits vermuten lässt, die Art der Prävention, die am frühesten ansetzt. Noch bevor es überhaupt zum unerwünschten Ereignis kommt, wird diesem bereits durch Maßnahmen vorgebeugt. Hierbei werden Risikogruppen im Bezug auf die zu vermeidenden Entwicklungen sensibilisiert, etwa durch das Thematisieren von Mobbing im schulischen Bereich.

Bei der Sekundärprävention befinden sich die unerwünschten Entwicklungen bereits im Anfangsstadium, es wird also vor allem versucht, zu verhindern, dass sich der Zustand verschlimmert. Durch korrektive Maßnahmen wie die Unterstützung von Personen in für sie belastenden Situationen sollen die Probleme in einem möglichst kleinen Rahmen gehalten und eingedämmt werden.

Ist das unerwünschte Ereignis bereits zustande gekommen, so kommt die Tertiärprävention zum Zug. Diese soll nämlich vor allem dafür sorgen, dass derartigen Entwicklungen in Zukunft vorgebeugt werden kann und dass nach der Deeskalation der Situation so wenige Folgeschäden wie möglich bleiben.

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In dieser Blogreihe wird anhand von dazu passenden Projekten und Workshops genauer erklärt, in welchen Bereichen v.a. schulische Prävention stattfindet und wie diese abläuft. Dazu gehören etwa die sexualisierte Gewalt, Suchtmittel, Mobbing und auch – momentan sehr aktuell – Extremismus.

 

 

Quellen:

https://www.hfh.ch/fileadmin/files/documents/Dokumente_Expertenwissenonline/PMT___Praevention/grundverstaendnis_praevention_gesamttext_nb.pdf

https://www.stangl.eu/psychologie/definition/Praevention.shtml

https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/slex/seitendvd/konzeptg/l53/l5328.htm

Beitragsbild: ©Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

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