Prävention: Diskriminierung

Leider ist Diskriminierung ein gesellschaftliches Phänomen, das auch heutzutage noch viel zu oft vorkommt. Jeder kennt zumindest eine Person, die irgendwann einmal schon diskriminiert wurde, vielleicht wurde man es auch selbst – sei es nun aufgrund von Hautfarbe, Sexualität, Religion oder aus irgendeinem anderen Grund. Für die Diskriminierung sind Vorurteile verantwortlich, die den TäterInnen schon von klein auf von ihrem Umfeld mitgeteilt werden, etwa von ihren Eltern und Verwandten, weswegen es umso wichtiger ist, dass sich Jugendliche früh genug damit auseinandersetzen, was denn nun wirklich an diesen Verallgemeinerungen oder gar Feindbildern dran ist.

Bild von Anja auf Pixabay

Diskriminierung ist eine Tat, die sehr viele Formen annehmen kann, etwa von der Bevorzugung anderer Mitbewerber bei Vorstellungsgesprächen bis hin zur gezielten Bestrafung von Personen dunklerer Hautfarben. In Amerika und Europa ist “racial profiling” bei Polizeikontrollen oft Thema. Was all die Arten der Diskriminierung auf jeden Fall gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass die betroffenen Menschen auf drei Ebenen aufgrund von individuellen oder gruppenspezifischen Merkmalen daran gehindert werden, ihre Menschenrechte auszuüben: Der individuellen Ebene (etwa bei einem Gespräch zwischen zwei Personen, bei der sich eine der anderen gegenüber diskriminierend äußert), der strukturellen Ebene (Menschen mit gewissen Merkmalen haben in gesellschaftlichen Bereichen schlechtere Chancen als andere) und der gesamtgesellschaftlichen Ebene (bestehende Klischees und Vorurteile). Die Merkmale, die zur Diskriminierung führen, können unterschiedlichster Natur sein: So werden etwa Personen aufgrund von ihrer Ethnizität und Abstammung diskriminiert, genauso wie auch Leute wegen ihrer Religion, ihres Alters oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminierend behandelt werden. Diskriminierung ist in Österreich übrigens gesetzlich verboten.

Damit eben solcher Diskriminierung rechtzeitig entgegengewirkt werden kann, gibt es unterschiedliche Ansätze . Im Allgemeinen stehen wichtige Informationen zu Menschenrechten, Antidiskriminierung und Gewaltprävention im Mittelpunkt, aber auch Sensibilisierung der Menschen, was Mobbing und Zivilcourage betrifft. Ziel hierbei ist die Förderung eines respektvollen und friedlichen Zusammenlebens, das das kritische Hinterfragen und Abbauen von Vorurteilen voraussetzt. Außerdem sollen die SchülerInnen mehr Bewusstsein zu Diskriminierung jeglicher Art erlangen und Vielfalt und Integration vielmehr als Chance und Bereicherung anerkennen.

Das Projekt „Schule ohne Rassismus“, das von der ARGE Jugend angeboten wird, ist ein solches Programm. Das Projekt beginnt mit einem Startworkshop, der von der ARGE Jugend geleitet wird, ehe anschließend Workshops zur Vertiefung gewisser Themen gewählt werden können. Dazu gehören beispielsweise Themengebiete wie Interkulturalität und Weltreligionen, die mit Schwerpunkten wie etwa Fremdenhass oder Diskriminierung genauer aufgearbeitet werden. Außerdem steht für Schulen auf Nachfrage das Angebot der ARGE Jugend offen, fachspezifische Beratung, interaktive Workshops, Lern- und Arbeitsmaterialien sowie auch LehrerInnenfortbildung in Anspruch zu nehmen.

Bild von Jan Vašek auf Pixabay

Schließlich gibt es auch noch die App BanHate der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, mit der man Hasspostings im Internet schnell und einfach melden kann. Dies funktioniert, indem man ein paar wichtige Informationen zusammen mit der Meldung des Postings hinterlässt, mit denen das BanHate-Team dem Hassposting schließlich nachgehen kann. Ziel der App ist es, die Diskriminierung im Internet besser in den Griff zu bekommen und die Anzahl der Hasspostings online zu vermindern.

 

Quellen:

https://www.amnesty.ch/de/themen/diskriminierung/zahlen-fakten-und-hintergruende/was-ist-diskriminierung

https://www.menschenrechte.jugendnetz.de/material-projektideen/glossar/diskriminierung/

https://www.antidiskriminierungsstelle.steiermark.at/cms/ziel/72108500/DE/

https://www.argejugend.at/projekte/schulprojekte-neu/

https://www.banhate.com

Beitragsbild: ©Orna Wachman auf Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.