Femizid – Relevante Beratungsstellen 1/2

Erfährt man daheim durch seinen Partner Gewalt, so scheint die Lage oft aussichtslos: Während hinter geschlossenen Türen oft wüste Beschimpfungen fallen oder sogar Schläge ausgeteilt werden und Vergewaltigungen keine Seltenheit mehr sind, gibt sich der Partner vor Freund:innen, Familie und Bekannten oft so freundlich und entgegenkommend, dass ihm keiner zutrauen würde, auch nur seine Stimme einmal etwas über die normale Gesprächslautstärke zu erheben. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass die betroffenen Frauen sich an jemanden wenden können, um sich Unterstützung zu holen oder gegebenenfalls der Situation zuhause zu entfliehen. Dafür existieren zum Glück einige Institutionen, die ihnen dabei behilflich sein können.

Bevor wir nun einige wichtige Anlaufstellen für Frauen vorstellen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind: Auf der Seite des Bundeskanzleramts ist hier eine Liste sämtlicher Frauenservices, Beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen in Österreich angeführt.

Foto von Christina @ wocintechchat.com auf unsplash

In der Steiermark gibt es in Graz und in Kapfenberg jeweils ein Frauenhaus, in dem diejenigen Frauen (mit ihren Kindern, falls vorhanden) Zuflucht suchen können, die zuhause von häuslicher Gewalt durch ihren Partner bedroht sind. Dort haben die Frauen, die – gegebenenfalls mit ihren Kindern – in einem eigenen Zimmer untergebracht sind und weitere Räumlichkeiten mit anderen Bewohnerinnen teilen, neben dem Schutz vor ihrem Partner gleichzeitig auch die Chance, Angebote zur Unterstützung, Begleitung und Beratung in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören etwa psychosoziale Einzelberatung, Unterstützung in der Existenzabsicherung und die Abklärung der rechtlichen Situation. Auch für Kinder, die mit ihren Müttern im Frauenhaus unterkommen und meist ebenso unter den Umständen zuhause leiden, gibt es Unterstützungsleistungen wie zum Beispiel Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Begleitungen zu Einrichtungen und freizeitpädagogische Angebote und Projekte.

Foto von Edwin Andrade auf Unsplash

Eine ganz wichtige Anlaufstelle ist außerdem die Beratungsstelle TARA, die auch unter dem Namen „Frauennotruf“ bekannt ist. TARA unterstützt besonders jene Frauen und Mädchen, die mit sexueller Gewalt in Kontakt gekommen sind, ist allerdings auch stets deren Freund:innen, Partner:innen und Angehörigen zur Stelle. Das Ziel von TARA ist es, den Betroffenen dabei zu helfen, sich mit ihren Reaktionen, Wahrnehmungen und Symptomen nach einem sexuellen Übergriff auseinanderzusetzen, die einerseits unmittelbar nach dem Vorfall auftreten, sich andererseits aber auch sehr schleichend über längere Zeit hinweg bemerkbar machen können. Sofern diese benötigt wird, steht TARA den Frauen und Mädchen auch dabei zur Seite, sich professionelle Hilfe in Form von Therapie zu holen. Hier lässt sich eine Broschüre finden, die nach einem Fall sexueller Gewalt als eine Art Erste Hilfe für Betroffene und deren Umfeld dienen kann.

Quellen:

https://www.frauenhaeuser.at

https://www.taraweb.at

Beitragsbild: Adam Nieścioruk auf Unsplash

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