Fluchtursache: Landraub aufgrund von Rohstoffen

Die zehn ärmsten Länder der Welt sind gleichzeitig auch die reichsten – und zwar an Rohstoffaufkommen. Was zunächst so klingt, als würde es den Menschen, die dort leben, zugute kommen, entpuppt sich allerdings meist als Albtraum. Daran schuld sind vor allem die reichen und entwickelten Länder: Alles, was den Leuten dort an Ressourcen für ihre Wirtschaft und ihren Lebensstil fehlt, holen sie sich nämlich aus den Staaten, die diese besitzen. » Weiterlesen

Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Gleichheit? Schon wieder? Stimmt, ich habe zwar erst vor kurzem schon über Ziel 5 berichtet, in dem es um Geschlechtergleichheit geht – aber es gibt noch viel mehr Ungleichheiten, als nur die zwischen Männern und Frauen! Man sehe sich zum Beispiel an, welche Hürden Immigranten im Vergleich zu Einheimischen zu überwinden haben, die ungleichen Möglichkeiten von reichen und armen Menschen, wenn es um das Rechtssystem, die Krankenversorgung oder z.B. auch Ausbildungen geht.

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Indigene Völker: Die Ogoni

Das Nigerdelta in Nigeria ist Ogoniland. 70.000 Quadratkilometer ehemaliges Paradies – Heimat von 1,5 Millionen Ogoni. Es war eines der größten Mangroven-Ökosysteme der Welt, beherbergte unzählige Arten von Tieren und Pflanzen. Die Menschen lebten vom Fischfang, Sammeln und Jagen. Von der Landwirtschaft. Heute kaum noch vorstellbar. Ein gigantisches Pipelinenetz zieht sich durch das Gebiet. Der Boden ist verseucht, das Wasser vergiftet, die Luft von pechschwarzen Rauchschwaden durchzogen. Ogoniland ist Ölland und macht Nigeria so zum größten Erdölproduzenten des Kontinents. Konzerne wie Eni oder Shell profitieren. Die Regierung auch. Immerhin basieren heute 80 Prozent des Staatshaushaltes auf den Einnahmen der Ölförderung. Vom Ressourcenreichtum ihres Landes profitiert die Bevölkerung jedoch kaum. Rund 70 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt gerade einmal 42 Jahre. Viele leiden unter chronischen. Atemwegserkrankungen. Vor allem Schwangere und Kinder sind betroffen. » Weiterlesen

Indigene Völker: Aboriginal People

Sie waren schon immer da. Spätestens aber seit 32.000 Jahren – das zeigen auch Felsmalereien im heutigen Kakadu Nationalpark. Über eine Landbrücke bei Indonesien besiedelten sie den Kontinent im Süden. Sie waren die Ersten, ein Fakt, der ihnen letztlich auch ihren Namen gab – Aboriginal People, die Ureinwohner Australiens. Dass das Land bereits bewohnt war, ignorierten die britischen Kolonisatoren im 18. Jahrhundert schlichtweg. Ihrer Ansicht nach, war Australien zu diesem Zeitpunkt Terra Nullius, ein Land, das keinem gehörte. » Weiterlesen