Ohne Regeln geht’s nicht

Ein Klassenraum – Tische und Bänke wurden zur Seite geschoben. Eine Schale mit Süßem steht in der Mitte. Die Kinder sitzen im Kreis. Neugierig beobachten sie das Geschehen. Wenn das Bildungsteam des Friedensbüros mit Schulklassen zum Thema „Regeln“ arbeitet, braucht es dafür meist nicht viel mehr, als eine große Portion Bonbons, eine Gruppe von Kindern und etwas Zeit – ein Experiment das am Ende eindrucksvoller ist, als es zunächst vermuten lässt. » Weiterlesen

2018 ist ein Jubiläumsjahr

100 Jahre Republik Österreich, 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und 30 Jahre Friedensbüro.

Unser Jubiläum, Anlass zum Feiern? Ja, im September dann! Aber nicht nur! Jetzt haben wir erst einmal etwas anderes vor. Unsere Erfahrungen möchten wir teilen – mit unseren Leserinnen und Lesern! Immerhin haben wir als Team in Summe bereits 75 Jahre  Friedensbüro-Erfahrungen auf dem sprichwörtlichen Buckel. Wir waren in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, in Nachbarschaften und Stadtteilen, mit anderen Organisationen und Institutionen tätig. Da sammelt sich schon einiges an. Geschichten, Erfolge, Anekdoten, Nachdenkliches, manchmal aber auch Trauriges oder Unverständliches. Wir haben Ideen, Erkenntnisse, Vorschläge aus unseren Arbeitsbereichen gesammelt und zu 30 Tipps für ein gutes Zusammenleben gebündelt. » Weiterlesen

Indigene Völker: Die Ogoni

Das Nigerdelta in Nigeria ist Ogoniland. 70.000 Quadratkilometer ehemaliges Paradies – Heimat von 1,5 Millionen Ogoni. Es war eines der größten Mangroven-Ökosysteme der Welt, beherbergte unzählige Arten von Tieren und Pflanzen. Die Menschen lebten vom Fischfang, Sammeln und Jagen. Von der Landwirtschaft. Heute kaum noch vorstellbar. Ein gigantisches Pipelinenetz zieht sich durch das Gebiet. Der Boden ist verseucht, das Wasser vergiftet, die Luft von pechschwarzen Rauchschwaden durchzogen. Ogoniland ist Ölland und macht Nigeria so zum größten Erdölproduzenten des Kontinents. Konzerne wie Eni oder Shell profitieren. Die Regierung auch. Immerhin basieren heute 80 Prozent des Staatshaushaltes auf den Einnahmen der Ölförderung. Vom Ressourcenreichtum ihres Landes profitiert die Bevölkerung jedoch kaum. Rund 70 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt gerade einmal 42 Jahre. Viele leiden unter chronischen. Atemwegserkrankungen. Vor allem Schwangere und Kinder sind betroffen. » Weiterlesen

Indigene Völker: Aboriginal People

Sie waren schon immer da. Spätestens aber seit 32.000 Jahren – das zeigen auch Felsmalereien im heutigen Kakadu Nationalpark. Über eine Landbrücke bei Indonesien besiedelten sie den Kontinent im Süden. Sie waren die Ersten, ein Fakt, der ihnen letztlich auch ihren Namen gab – Aboriginal People, die Ureinwohner Australiens. Dass das Land bereits bewohnt war, ignorierten die britischen Kolonisatoren im 18. Jahrhundert schlichtweg. Ihrer Ansicht nach, war Australien zu diesem Zeitpunkt Terra Nullius, ein Land, das keinem gehörte. » Weiterlesen

Indigene Völker: Die Rarámuri

Seit 2007 gibt es sie also. Die United Nation Declaration on the Rights of Indigenous Peoples – eine Vereinbarung, die den weltweit etwa 6.000 indigenen Völkern mit mindestens 450 Millionen Angehörigen eine bessere Stellung im internationalen Recht gewährleisten soll. Gleichstellung, das Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe an Entscheidungen aller Art sind in der Deklaration fest verankert. » Weiterlesen

Indigene Völker: Rechte, die mit Füßen getreten werden

Sie würden abgeschottet, fernab der Zivilisation leben, sich mit Lianen von Baum zu Baum schwingen, mit Pfeil und Bogen durch die Wälder huschen. Naturverbunden – die Edlen Wilden eben. Zu Kolumbus Zeiten waren die Indigenen Völker zwar als Menschen anerkannt, politische oder gar wirtschaftliche Rechte sprach man ihnen dennoch ab – ein Freibrief für Ungleichbehandlung, Unterdrückung, oder kulturelle, physische Ausrottung. Ein Freibrief, der auch heute noch seine Gültigkeit zu haben scheint. » Weiterlesen

Hunger: Der gerettete Müll

Gruselige Fratzen.
Hunger hat viele Gesichter. Versteckte, oftmals nicht eindeutig erkennbare, hässliche, von Gier zerfressene, furchteinflößende, traurige … Eine besonders verzerrte, oft verkannte Fratze trägt ein Hunger, den es – wie viele andere auch – so überhaupt nicht geben dürfte. Seine Existenz hat er auf Wohlstand, Habgier aufgebaut, seine Daseinsberechtigung im wahrsten Sinne erkauft. Hunger, der dann entsteht, wenn andere zu viel haben. Hunger, der seinen Anfang in der Tonne findet. » Weiterlesen

Hunger: Der Weltacker

14 Milliarden Menschen.
815 Millionen Menschen. Fast hundert Mal so viele, wie Österreich Einwohner zählt. Eine unvorstellbare Zahl und dennoch steht sie da. Schwarz auf Weiß. Man kann die Augen zumachen, wegschauen, versuchen zu vergessen, das alles ignorieren. Ändern wird sich dadurch nichts. Die Zahl bleibt und mit ihr die an Hunger leidenden Menschen, für die sie steht. » Weiterlesen

Hunger: Landgrabbing gibt es auch bei uns!

Ein Markt im Bundesstaat Haryana in Indien. Ganz hinten – ein abgeschiedener Bereich, davor ein Mann, der ihn bewacht. Unter blauen Plastikplanen verrotten hier 2000 Tonnen Getreide aus den Ernten vergangener Jahre. Verdorbene Lebensmittel als Resultat verkalkulierter Spekulationsgeschäfte. Auf der anderen Seite des Marktes: Kinder, die ihr Essen am Boden zusammenkratzen. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Denn obwohl Indiens Wirtschaft wächst, das Land zu den größten Nahrungsmittelproduzenten der Welt gehört, leiden über 50 Millionen Kinder an Hunger. Dabei zählen Ungleichheit sowie Bürokratie zu den Hauptursachen. Betroffen sind vor allem Menschen in ländlichen Gebieten: Kleinbauern, die gegen große Agrarkonzerne keine Chance haben. » Weiterlesen

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