Kriegsfolgenforschung: Was ist das überhaupt?

Kriege können Vieles verursachen: Zerstörung, tiefsitzende Traumata, aber auch Umbrüche in der Gesellschaft. Oftmals sind in betroffenen Ländern Jahre und Jahrzehnte später noch immer Auswirkungen längst vergangener militärischer Auseinandersetzungen zu beobachten, die das dortige Leben nachhaltig beeinflussen. Genau um solche Nachwirkungen von Kriegen kümmert sich die Kriegsfolgenforschung – insbesondere in Österreich das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung (BIK). Um herauszufinden, was es mit der Kriegsfolgenforschung so auf sich hat, haben wir der Leiterin des Instituts, Univ.-Prof. Mag. Dr. phil. Barbara Stelzl-Marx, einige Fragen gestellt.

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Fluchtursache: Krieg

Die Flüchtlingskrise ist nach wie vor ein Thema, über das sowohl in der Politik, als auch in privaten Kreisen oft diskutiert wird. Tatsächlich wurde Mitte 2018 laut UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) mit 70,4 Millionen der weltweite Höchststand an Menschen auf der Flucht erreicht, die innerhalb ihres eigenen Landes oder über die Landesgrenzen vertrieben wurden. Tendenz steigend, wenn man in Betracht zieht, dass sich die Zahl der Flüchtlinge innerhalb der letzten zehn Jahre etwa verdoppelt hat. Häufig kommt es vor, dass diese allesamt über einen Kamm geschoren werden und dabei völlig untergeht, aus welchen Gründen sie eigentlich ihrem Heimatland entflohen sind. Doch was veranlasst einen eigentlich dazu, alles hinter sich zu lassen und in ein anderes Land oder gar einen anderen Kontinent aufzubrechen?

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Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Vor allem die Gewalt wird in Ziel 16 zum Thema gemacht, die niemals inaktuell zu werden scheint – 49 Länder schützen Frauen zum Beispiel nicht durch Gesetze vor häuslicher Gewalt. Dass hier so einige Veränderungen notwendig sind, ist klar – für diese soll Ziel 16 jetzt sorgen.

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Was sind eigentlich die SDG?

Nach den Millennium-Entwicklungszielen, die ihre Deadline im Jahr 2015 erreicht haben, stehen nun die SDG (Sustainable Development Goals) oder auch „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ an, die bis 2030 erfüllt sein sollen. Beschlossen wurden diese 17 Entwicklungsziele gemeinsam am 25. September 2015 von den UN-Mitgliedsstaaten. Was steht denn nun aber auf dieser Liste der Ziele?

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Was heißt es, zu gedenken?

„Was heißt es eigentlich, zu gedenken?“ Wie komplex diese Frage ist, fiel mir selbst erst auf, als ich diesen Artikel verfasst habe. Wie sieht Gedenken aus? Wer kann gedenken? Was ist überhaupt die Definition von Gedenken?

Ursprünglich hatte ich eine ganze Liste an Ideen, die ich unterbringen wollte, doch sobald ich damit begonnen hatte, zu schreiben, verflogen diese ganz schnell. Wie von selbst wuchs und wuchs das Dokument, an dem ich arbeitete, und ehe ich mich versah, hatte ich sie: Meine eigene Definition des Wortes „gedenken“.

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Kindersoldaten – Der Weg zurück ins Leben

Nach einer langen Zeit des Daseins als Kindersoldat ist es sehr schwer, wieder in eine andere Realität zurückzukehren. Oft geht es den befreiten Kindern sogar anfangs schlechter als zu der Zeit, in der sie noch bei ihren Truppen waren. Das Gewicht ihrer Taten prasselt geradezu auf sie ein und sie drohen, in Depressionen zu verfallen oder Anzeichen des Posttraumatischen Stresssyndroms zu entwickeln.

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Kindersoldaten – Warum ausgerechnet die jüngsten?

Besonders häufig wird über die Kinder berichtet, die aus Schulen oder ihrem Zuhause gezerrt wurden und zwangsrekrutiert wurden. Sehr im Vordergrund steht dabei, dass die Kinder gar keine andere Wahl haben, als für die Milizen in den Krieg zu ziehen. Folter, Vergewaltigung und Gewalttaten, die an den Familien der Kinder verübt werden, sollen sie dazu zwingen, zu Kriegern zu werden. In der Realität ist der Anteil dieser Zwangsrekruten unter den Kindersoldaten allerdings eher gering.

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Kindersoldaten – Auge in Auge mit dem Tod

Für viele von ihnen ist es inzwischen vertrauter, eine Waffe in der Hand zu halten, als einen Stift. Schule gibt es für sie keine, die einzige „Bildung“, die sie erhalten, ist meist von den Terrormilizen stark beeinflusst und verherrlicht deren Ziele. Viele von ihnen können gerade einmal an ihren Fingern abzählen, wie viele Leute sie getötet haben, doch wie sie das tun müssen, das wissen sie genau.

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Kindersoldaten – ein erschreckend verbreitetes Thema

Mit achtzehn werden hierzulande junge Männer zur Stellung einberufen – also mit dem Beginn des Erwachsenseins. Und selbst dann haben sie noch die Chance, sich zu entscheiden, ob sie denn nun den Wehrdienst oder den Zivildienst absolvieren möchten. Für viele junge Männer ein unerwünschtes Hindernis auf dem Weg zum Erwachsenwerden
– doch vor allem ist die Tatsache, vor diese Wahl gestellt zu werden, ein Privileg, dessen wir uns gar nicht wirklich bewusst sind.

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