Raus aus dem Sexhandel und zurück ins Leben. Nur wie?

Die Wege, auf denen man in die Falle des Sexhandels tappen kann, sind zahlreich, die Geschwindigkeit, mit der man schließlich auch in dieser gefangen bleibt, ist rasant. Viel schwieriger und langwieriger ist dahingegen der Prozess, sich seinem Sexhändler zu entwinden und einen (Wieder-)Einstieg in ein normales Leben zu schaffen. Dies schaffen allerdings nur die wenigsten Betroffenen auf eigene Faust, weswegen es notwendig ist, dass genügend Institutionen vorhanden sind, die ihnen dabei unter die Arme greifen können.

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Sexhandel – die tabuisierte Form der Sklaverei

Obwohl Sexhandel direkt hinter dem Drogenhandel das zweitgrößte illegale Gewerbe ist, das rasch am Wachsen ist, so wird dennoch vergleichsweise selten über ihn berichtet. Sexhandel bezeichnet das Erzwingen von sexuellen Handlungen zum Eintreiben von Gewinn, etwa anhand von Gewaltanwendung, Betrug oder Nötigung. Auch sämtliche Fälle, in denen Minderjährige zu sexuellen Akten gezwungen werden, zählen als Sexhandel. Insgesamt sind weltweit etwa 4,8 Millionen Menschen von Sexhandel betroffen, ganze 21 Prozent davon sind Kinder. Zwar sind durchaus auch Buben und Männer Opfer von Sexhandel, allerdings machen Mädchen und Frauen mit 96 Prozent beinahe die Gesamtheit der Betroffenen aus.

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Prävention: Ehrbegriff als Quelle der Gewalt

“Ehre” ist ein Begriff, zu dem es kein einheitliches Verständnis gibt. Der Begriff taucht in vielen Kulturen oder auch einzelnen Gruppen auf und hat für diese große Bedeutung. “Ehre” wird oft im Zusammenhang mit Scham oder Schande verwendet, beides Folgen der Verletzung der Ehre, welche “wiederherstellt” werden muss. Diese Wiederherstellung der Ehre kann nun entweder von der Person, die am Ehrverlust schuld ist, selbst durchgeführt werden, aber auch von anderen Mitgliedern der Gemeinschaft, wie etwa der Familie.

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Prävention: Sexualisierte Gewalt

Sexualisierte Gewalt ist ein eher unangenehmes Thema, über das oft geschwiegen wird, obwohl es im Alltag sehr wohl präsent ist. Damit gemeint sind sämtliche Übergriffe sexueller Natur, mit denen die betroffenen Personen nicht einverstanden sind. Ob es nun um die sexuelle Belästigung von Frauen oder gar die Vergewaltigung von Kindern geht – fest steht, dass Handlungen dieser Art nicht nur klarer Machtmissbrauch und Zeichen von Aggression sind, sondern auch in jedem Fall unterbunden werden müssen. Um das zu erreichen, gibt es zahlreiche Projekte und Workshops, bei denen sich die Teilnehmer intensiv mit sexualisierter Gewalt auseinandersetzen und im Zuge dessen sensibilisiert werden, was dieses Thema angeht.

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Gewalt gegen Frauen: Frauen in aller Welt schließen sich an

Die Reaktion auf Las Tesis’ Performance, die am 25. November in Chile zum ersten Mal stattfand, war enorm. Unzählige Frauen sind der Aufforderung, die Choreographie zu verbreiten, nachgekommen – inzwischen wurde diese schon in den unterschiedlichsten Ländern mehrmals aufgeführt. Auch, wenn nicht alle davon ein so großes Problem mit Gewalt gegen Frauen haben wie Chile, so ist dies doch ein klares Zeichen dafür, dass sich eindeutig etwas ändern muss.

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Gewalt gegen Frauen: Protest gegen Vergewaltigung in Chile

Am 25. November versammeln sich unzählige Frauen in Chile, um ihrer Wut auf die Gewalt, der sie tagtäglich ausgesetzt sind, Luft zu machen. Sie tragen Augenbinden oder haben Kunstblut auf ihr Gesicht und auf ihre Arme aufgetragen, zeigen mit ihren Fingern nach vorne, rufen den Text, der ihr Leid in Worte fasst. „Der Vergewaltiger bist du!“, schleudern sie den Kameras entgegen, „Es sind die Bullen! Die Richter! Der Staat!“

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Gewalt gegen Frauen: Was sind INCELS?

Momentan erstrahlen viele Gebäude hier in Graz in Orange – und zwar, um genau zu sein, vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Grund dafür ist, dass man so ein Zeichen gegen gewalttätige Übergriffe an Frauen setzen will, weswegen anlässlich des Internationalen Tags gegen die Gewalt an Frauen die Lichter eingeschaltet wurden. Leider ist es nach wie vor noch so, dass jede fünfte Frau in Österreich – ganze 20 Prozent aller Frauen – ab ihrem 15. Lebensjahr körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt ist. In unserem modernen Zeitalter ist allerdings nicht nur die häusliche Gewalt ein Problem – auch im Internet kann es zu Gewaltaufrufen gegen Frauen kommen. Eine berühmte Plattform dafür sind etwa Onlineforen, wo man des Öfteren auf sogenannte „Incels“ trifft.

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Ziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

„Geschlechtergleichheit gibt es doch schon längst“, will einem oft manch so einer erzählen. „Die ist schon lange kein Problem mehr.“ Ist sie nicht? Ist sie doch! Tatsächlich gibt trotz vieler Fortschritte in der Gleichberechtigung von Frau und Mann noch immer vieles, das getan werden muss. So klafft die Gehaltsschere immer noch deutlich auseinander: Für jeden Dollar, den ein Mann verdient, verdient eine Frau mit 0,77$ nur etwas mehr als drei Viertel davon. Ebenfalls ein großes Problem ist die Tatsache, dass viele Frauen nicht über sich selbst oder ihren eigenen Körper bestimmen dürfen: Etwa 750 Millionen Frauen und Mädchen, die derzeit auf der Erde leben, wurden noch vor ihrem achtzehnten Geburtstag verheiratet. Auch die momentane Debatte über Abtreibung in Alabama demonstriert, dass das Selbstbestimmungsrecht von Frauen vielerorts noch immer skrupellos in Frage gestellt wird.

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Ehrenmorde

Offizielle Zahlen sind keine bekannt – doch einer Studie zufolge müssen es an die hundert Menschen sein, die in Indien jährlich durch sogenannte „Ehrenmorde“ ihr Leben verlieren. Verliebt sich ein Familienmitglied in jemanden aus der falschen Kaste (einer Gesellschaftsklasse) und heiratet die Person sogar, so wird oft ein Mord als die einzige Lösung gesehen, um die Ehre der Familie wieder reinzuwaschen.

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Säureattacken in Indien: Aufgeben ist keine Option

„Zuerst realisierte ich nicht, was passierte. Meine Haut brannte, Rauch stieg auf und es roch, als würde ein Reifen auf meinem Körper brennen.“

So wie Prashun, die mit 22 von ihrem ehemaligen Verlobten mit Säure attackiert wurde, geht es Menschen in Indien immer wieder. Genauer gesagt fallen pro Jahr etwa 250 bis 300 Personen, von denen ein großer Teil Frauen sind, Säureangriffen zum Opfer.

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