Das Friedensbüro feiert Geburtstag – auf der Straße, mit den Grazerinnen und Grazern

 

Es gibt die unterschiedlichsten Arten einen runden Geburtstag zu begehen. Gerade wenn es an die dreißig geht, möchten manche Menschen lieber gar nicht mehr feiern. Andere wiederum machen ein rauschendes Fest, laden zu Symposien oder Tagungen, vor allem dann, wenn es Organisationen sind, die dieses Alter erreicht haben. » Weiterlesen

Eine spannende Woche steht bevor

 

Vielleicht ist es ja schon aufgefallen – das Friedensbüro präsentiert gemeinsam mit der Grazer Woche unter dem Motto “Graz kanns” wöchentlich einen Tipp für ein friedliches Zusammenleben – 18 waren es bis jetzt, 30 werden es bis Jahresende sein. 30, weil das Friedensbüro heuer einen runden Geburtstag feiert – 30 Jahre – 30  Tipps. Für jedes Jahr einen. » Weiterlesen

Schau’ hin, nicht weg!

 

 

Auch das Hinsehen braucht Übung. In einer Welt, in der täglich mehrere tausend Werbebotschaften auf uns einprasseln, das Handy ein fixer Bestandteil unseres Lebens ist und wir durchschnittlich alle 18 Minuten online gehen, kann es anfangs schwerfallen, den Blick von alledem abzuwenden. Wir haben verlernt, einfach nur da zu sitzen, unsere Umgebung genau zu beobachten. Doch exakt das braucht die Zivilcourage – Aufmerksamkeit und den Mut, einzugreifen. Von alleine kommt das alles nicht. Es bedarf Übung, muss wie ein Muskel immer und immer wieder trainiert werden. Schritt für Schritt. Und genau dafür folgt hier nun eine kleine Anleitung, ein Vorschlag, wie Zivilcourage funktionieren könnte. » Weiterlesen

Mehr Köpfchen, weniger Muskelspiel

 

 

Sie muss nicht immer groß, laut sein. Auf den Titelseiten der Tageszeitungen erscheinen oder aber mit gewaltbedrohten Menschen zu tun haben. Zivilcourage kann auch im Kleinen, eher Unscheinbaren stattfinden. Einfache Gesten, das Unterstützen von Menschen, die gerade in dem Moment auf Hilfe angewiesen sind – auch das ist Zivilcourage.

 

Vier Mal Geschichte. Vier Mal kleiner Mut.
Es ist Anfang Oktober. Studienbeginn. In dem großen Vorlesungssaal wird es still. Während manche noch nach Laptop, Papier und Stift kramen, beginnt der Vortragende ganz unten, hinter dem Pult mit seinem Vortrag. Nach Folie vier der inhaltsastigen Präsentation erhebt sich zögernd eine Hand aus der Menge. Der Professor scheint zu beschäftigt, um sie zu bemerken, ignoriert den nach oben gestreckten Arm noch eine ganze Weile. Dann, endlich, blickt er auf, überdreht kaum merkbar die Augen, bevor er sich mit theatralischem Seufzer der Frage annimmt. Als diese ausgesprochen ist, verzieht er die Miene, schnalzt unüberhörbar mit der Zunge bevor er antwortet. Es wäre das dümmste, das ihm je zu Ohren gekommen sei und er verstehe nicht, wie es jemand mit derart wenig Verstand auf die Universität geschafft haben konnte. Er wäre entsetzt und würde die Frage, die im Übrigen wohl niemand sonst habe stellen müssen, nun ignorieren, die Vorlesung fortsetzen. Ein paar Studierende kichern, andere blicken betreten zu Boden. Aber niemand greift ein. Da ist keine, die aufsteht, den Professor um Mäßigung bittet, keiner, der die Stimme erhebt. Niemand macht den Mund auf. » Weiterlesen

Hilfe braucht Hilfe

 

 

Eine Straßenbahn. Irgendwo in Graz. Es ist Nachmittag. Nach-Hause-Fahrzeit. Auf einem Viererplatz hocken Kinder. Sie unterhalten sich. Kichern in normaler Gesprächslautstärke. Zwei Reihen weiter sitzt eine Frau. Sie beobachtet die Gruppe mit grimmigem Ausdruck. Ihr Gesicht verzerrt sich mit jedem Wort, jedem Lachen, das zu ihr herüber dringt. Als eines der Mädchen ein weiteres Mal kichert, dreht sie sich ruckartig um. Sie bebt vor Zorn. Ob sie sich nicht endlich zusammenreißen, still und artig sein könnten, die “bleden Gfraster, die depperten Trutschen!”. Die Mädchen wären schließlich nicht alleine auf dieser Welt, würden hier allen tierisch auf die Nerven gehen. Sie hätte die Szenerie nun lange genug ertragen müssen, sähe nicht ein, weshalb die Jugend derart rücksichtslos mit ihr umgehe. Die Mädchen erstarren. Erschrocken blicken sie der Frau entgegen, die gerade zu einer weiteren Schimpftirade ausholt. In der Straßenbahn ist es still geworden. Die Einen blicken betreten zu Boden. Andere halten ihre Smartphones in der Hand, tun so, als hätten sie gerade wichtige Mails zu verfassen. Die Einzige, die nun wirklich laut ist, ist sie. Die Frau, die mit hochrotem Kopf wild gestikulierend Respekt und gutes Benehmen einfordert.  » Weiterlesen

Misch’ dich ein, aber nicht auf

 

 

Courage ist Französisch und steht für Mut oder Beherztheit. Ganz gleich, ob man sich seinen Freunden in den Weg stellt, das erste Mal einen Baum erklimmt oder aber Fremde auf der Straße um Auskunft bittet – Mut kann viele Gestalten annehmen. Laute, auffallende, nach Aufmerksamkeit schreiende. Aber auch leise, zurückhaltende.

“Es erfordert viel Mut, sich seinen Feinden in den Weg zu stellen, aber noch mehr, sich seinen Freunden in den Weg zu stellen.” – Albus Dumbledore

Zu den stilleren zählt die Zivilcourage, der sogenannte Bürgermut – sich für jemanden einsetzen, sie vor Angriffen schützen, ihn gegen ungerechtes Behandeln verteidigen. Dafür braucht es Aufmerksamkeit. Wachsame Augen. Offene Ohren. Anders würde man sie nicht sehen. Die Beleidigungen, Hänseleien, das aktive Ausgrenzen, das Schubsen, die Schläge. Es ist nämlich gleichgültig, ob jemand verbal, mit Worten, psychisch oder aber durch physische Gewalt zu Schaden kommt. Es geht nicht nur um die buchstäbliche Faust auf der Nase, auch Worte, Gesten können verletzen. Wahrnehmen ist ein erster Schritt. Erst dann kann eingegriffen werden. Doch genau hier hapert es.  » Weiterlesen

Ein kleiner Beitrag für die Umwelt

Zwei Geschichten, zwei Orte, zwei Krisen und die Chance, daraus etwas Neues zu schaffen.

Transition Town Totnes. Transition steht für Wandel, Übergang, Wechsel oder Umbruch, und gerade den braucht es heute dringender denn je. Schnell fallen Begriffe wie Peak Oil, Klimawandel oder Earth Overshoot Day. Und während die Einen davon völlig überrumpelt sind, die Politik vorschieben und nicht so recht wissen, was sie daran ändern könnten, nimmt Rob Hopkins die Sache selbst in die Hand. » Weiterlesen

Faire Mode statt Wegwerfkleidung

 

Gemusterte Shorts, Blusen mit wallenden Volantärmeln, Streifen- oder Wickelkleider. In den Auslagen der Modehäuser, in Magazinen oder auf riesigen Plakaten und Displays an Bus- und Straßenbahnhaltestellen sind sie zu sehen – die Must Haves der Saison. Waren es damals nur zwei Kollektionen pro Jahr, sind es heute fast 52. Jede Woche kommt etwas Neues in die Läden. » Weiterlesen

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